Wirksamer Sonnenschutz: Was Sie wissen sollten

Wirksamer Sonnenschutz: Was Sie wissen sollten

Besonders in der warmen Jahreszeit, wenn wir viel Zeit draußen verbringen, ist es wichtig, dass wir unsere Haut vor der Sonne schützen. Intensive Sonnenstrahlung führt bekanntlich zu vorzeitiger Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko.

Warum ein wirksamer Sonnenschutz so wichtig ist

Die Häufigkeit von Hautkrebs hat stark zugenommen. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs in Deutschland um rund 55 % gestiegen und die Zahl der stationär behandelten Hautkrebspatienten sogar um 75 % (1). 

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg von weißem Hautkrebs. Bei Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau steht der weiße Hautkrebs mittlerweile an der Spitze der angezeigten Berufskrankheiten, weshalb Präventionsarbeit einen hohen Stellenwert einnimmt (2).

Neben dem Hautkrebsrisiko führt intensive Sonnenstrahlung auch zu vorzeitiger Hautalterung. Sichtbare Zeichen hierfür sind Pigmentflecken und Falten, die durch die schädigende Wirkung der Sonne auf die Hautstruktur entstehen.

Warum nimmt die Häufigkeit von Hautkrebs zu?

Es gibt mehrere Gründe, die eine Rolle dabei spielen könnten, warum die Häufigkeit von Hautkrebs zunimmt:

  • Demografischer Wandel: Menschen werden älter und verbringen im Laufe ihres Lebens mehr Zeit in der Sonne. Mit zunehmendem Alter erhöht sich die kumulative UV-Belastung, was das Risiko für Hautkrebs steigert.
  • Reisegewohnheiten: Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub in sonnigen Regionen, auch im Winter. Diese erhöhte UV-Exposition kann das Hautkrebsrisiko erhöhen.
  • Verbessertes Screening: Fortschritte in der medizinischen Diagnostik führen dazu, dass Hautkrebs früher und häufiger erkannt wird.
  • Klimawandel: Experten vermuten, dass der Klimawandel einen Einfluss auf die Zunahme von Hautkrebs hat. Veränderungen in der Ozonschicht führen zu einer höheren UV-Belastung. Ein wärmeres Klima sorgt zudem dafür, dass Menschen mehr Zeit im Freien verbringen, was die UV-Exposition weiter erhöht (3).

Unterscheidung: UVA- und UVB-Strahlung

Beim Sonnenschutz geht es insbesondere um den Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung). UV-Strahlung gehört wie das sichtbare Licht und der Infrarotbereich zum elektromagnetischen Spektrum der Sonnenstrahlung. Der UV-Bereich umfasst die elektromagnetischen Wellenlängen von 100 bis 400 Nanometern (nm).  

Man unterscheidet zwischen UVA-, UVB- und UVC-Strahlung (3):

  • UVC-Strahlung:  UVC-Strahlung ist besonders energiereich und umfasst Wellenlängen unter 280 nm. Diese Strahlung wird jedoch durch die Ozonschicht der Erdatmosphäre herausgefiltert und erreicht die Erdoberfläche nicht.
  • UVB-Strahlung: UVB-Strahlung hat einen Wellenlängenbereich von 280 bis 315 nm. Etwa 5 % der UV-Strahlung, die die Erde erreicht, ist UVB.
  • UVA-Strahlung: Hierzu zählen Wellenlängen von 315 bis 400 nm. UVA-Strahlung macht etwa 95 % der UV-Strahlung aus, die die Erdoberfläche erreicht.

Wie schadet UV-Strahlung unserer Haut?

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können unsere Haut schädigen. Ein wirksamer Sonnenschutz muss daher gegen beide Strahlungsarten effektiv sein.

UVB-Strahlung

UVB-Strahlung ist energiereicher als UVA-Strahlung, dringt aufgrund der kürzeren Wellenlänge aber nur bis in die Oberhaut (Epidermis) ein. UVB-Strahlung kann zu einer direkten Schädigung der DNA der Hautzellen führen, indem es Veränderungen in der DNA-Struktur auslöst. Werden diese Schäden nicht repariert, kann es auf lange Sicht zur Entstehung von Hautkrebs kommen.

In der Oberhaut befinden sich neben den Epithelzellen auch pigmentbildende Zellen, sogenannte Melanozyten. Die Melanozyten werden durch den Kontakt mit UVB-Strahlung zur Bildung von Pigment, also Melanin, angeregt. Der zunehmende Melaningehalt verbessert den Eigenschutz der Haut gegenüber der UV-Strahlung. Die auftretende Bräunung der Haut ist also ein Schutzmechanismus.

UVA-Strahlung

UVA-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und kann zu einer indirekten Schädigung führen, indem sie freie Radikale und damit oxidativen Stress erzeugt. Freie Radikale sind hochreaktive Teilchen, die andere Moleküle in der Umgebung angreifen können. So kann es z. B. zu einer Schädigung von Eiweißen, Fetten oder der DNA kommen. Auch UVB-Strahlen tragen zur Entstehung von oxidativem Stress in der Haut bei, allerdings weniger stark als UVA-Strahlen.

UVA-Strahlen spielen eine wichtige Rolle im Prozess der Hautalterung. In der Lederhaut führt der erzeugte oxidative Stress u. a. zu einer Schädigung der kollagenen und elastischen Bindegewebsfasern, sodass die Haut zunehmend an Spannkraft und Elastizität verliert und schlaffer und faltiger wird. Der oxidative Stress fördert außerdem eine Hyperpigmentierung und damit die Entstehung von Pigmentflecken.

Auch die DNA kann durch freie Radikale angegriffen werden. Somit erhöhen auch UVA-Strahlen das Risiko für Hautkrebs.

Sonnenbrand

Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut innerhalb kurzer Zeit einer zu hohen Dosis an UV-Strahlung, insbesondere UVB-Strahlung, ausgesetzt ist. Es kommt zu einer Verbrennung der Haut, die mit Rötung, Schmerz, Schwellung und in schlimmen Fällen auch mit einer Blasenbildung einhergehen kann. Bei Sonnenbrand liegt also eine schwere Schädigung der Haut vor.  

Sonnenschäden, die in der Kindheit und Jugend erlitten werden, können das Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs im späteren Leben signifikant erhöhen. Wiederholte Sonnenbrände und übermäßige Sonnenexposition in jungen Jahren können kumulative DNA-Schäden verursachen, die später zu Hautkrebs führen können.

Weitere Schadwirkungen

Neben Hautschäden kann UV-Strahlung auch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen:

  • Schädigung der Augen: Langfristige UV-Exposition kann zur Entwicklung von Katarakten (Grauer Star), also einer Trübung der Augenlinse, führen.
  • Immunsuppression: UV-Strahlung kann das Immunsystem schwächen, wodurch die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen und Krankheiten reduziert werden. Dies erhöht auch das Hautkrebsrisiko (3).

Wie entsteht Hautkrebs?

Hautkrebs entsteht durch Schäden an der DNA in Hautzellen, die zu einer Entartung und unkontrollierten Vermehrung dieser Zellen führen. Neben der UV-Strahlung, die von der Sonne oder aus künstlichen UV-Quellen wie Solarien stammen kann, spielen auch eine genetische Prädisposition, Umwelttoxine (z. B. Arsen), ionisierende Strahlung (z. B. Röntgenstrahlung) oder auch phototoxische Substanzen, die die Haut gegenüber UV-Strahlung sensibilisieren, eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs.

Je nachdem, welcher Zelltyp in der Haut betroffen ist, kommt es zu unterschiedlichen Formen von Hautkrebs:

  • Schwarzer Hautkrebs: Beim schwarzen Hautkrebs (Melanom) sind die pigmentbildenden Melanozyten betroffen. Melanome sind besonders gefährlich und können schnell metastasieren.
  • Weißer Hautkrebs: Hierzu gehören das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Weißer Hautkrebs ist häufiger, aber weniger aggressiv als schwarzer.

Elemente eines wirksamen Sonnenschutzes

Die wichtigsten Säulen eines effektiven Sonnenschutzes sind:

  • Eigenschutz der Haut
  • Meiden starker UV-Strahlung
  • Sonnenschutzkleidung
  • Sonnencreme
  • Hautkrebsprävention

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Punkte näher ein und erklären, worauf man dabei besonders achten sollte.

Natürlicher Sonnenschutz der Haut

Die UV-Empfindlichkeit kann sich von Person zu Person stark unterscheiden. Um die UV-Empfindlichkeit besser einschätzen zu können, erfolgt die Unterteilung in sechs verschiedene Hauttypen. Die Eigenschutzzeit meint, wie lange man in der Sonne bleiben kann, ohne dass ein Sonnenbrand entsteht.

Man unterscheidet folgende Hauttypen (4):  

  • Hauttyp I: Sehr helle Haut, oft mit Sommersprossen, rötliches oder rotblondes Haar, blaue oder grüne Augen. Eigenschutzzeit: ca. 5 bis 10 Minuten. Bekommt schnell Sonnenbrand und bräunt so gut wie nicht.
  • Hauttyp II: Helle Haut, blonde bis braune Haare, blaue, grüne oder graue Augen. Eigenschutzzeit: ca. 10 bis 20 Minuten. Bekommt häufig Sonnenbrand und bräunt nur mäßig.
  • Hauttyp III: Hellbraune Haut, dunkelblondes oder braunes Haar, graue oder braune Augen. Eigenschutzzeit: ca. 20 bis 30 Minuten. Bräunt schneller als Hauttyp II und bekommt seltener Sonnenbrand.
  • Hauttyp IV: Olivfarbene Haut, dunkelbraunes Haar, braune Augen. Eigenschutzzeit: ca. 30 bis 40 Minuten. Bekommt nur selten Sonnenbrand und bräunt schnell.
  • Hauttyp V und VI: Diese Hauttypen umfassen dunkelhäutige Personen. Hier ist nur bei extremer Sonnenstrahlung ein Bräunungseffekt sichtbar. Zum Sonnenbrand kommt es so gut wie nie. Die Eigenschutzzeit kann über eine Stunde betragen.

Zusätzlich zur genetisch bedingten UV-Empfindlichkeit gibt es weitere Faktoren, die die Widerstandsfähigkeit der Haut beeinflussen. Dazu zählt u. a. die Gewöhnung an die Sonne, also ob bereits eine gewisse Bräunung der Haut besteht. Dadurch verlängert sich die Eigenschutzzeit, allerdings nur geringfügig.

Weiterhin ist auch die Versorgung der Haut mit Mikronährstoffen von großer Bedeutung. Mangelt es der Haut an wichtigen Vitalstoffen, so können Stoffwechselprozesse und Reparaturvorgänge nicht korrekt ablaufen. Lesen Sie dazu auch unsere Beiträge „Schönheit von innen: Nährstoffe für Haut, Haare & Nägel“ und „Natürlicher Sonnenschutz von innen.

Meiden intensiver Sonnenstrahlung

Die Intensität der UV-Strahlung variiert im Verlauf des Tages. Um die Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit steht, erreicht die UV-Strahlung ihre maximale Intensität. Hautärzte empfehlen daher, sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht der Sonne auszusetzen. In diesem Zeitraum sollten Sie sich also bevorzugt in Innenräumen oder an gut geschützten Schattenplätzen aufhalten.

Was besagt der UV-Index?

Um die Intensität der UV-Strahlung vergleichen zu können, gibt es den sogenannten UV-Index. Dieser ist international gültig und informiert über die aktuelle Intensität der UV-Strahlung an einem bestimmten Ort.

Der UV-Index wird auf einer nach oben offenen Skala angegeben. Je höher der Zahlenwert, desto höher ist die UV-Bestrahlungsstärke und desto schneller erleidet man bei ungeschützter Haut einen Sonnenbrand. Ab einem UV-Index von 3 werden Schutzmaßnahmen empfohlen.

In Deutschland werden im Sommer Werte von 8 bis 9, in Gebirgslagen sogar bis zu 11, erreicht. Am Äquator können Werte von 12 und höher auftreten. Den aktuellen UV-Index können Sie in Wetter-Apps oder auf den Websites von Wetterdiensten herausfinden. Im Tagesverlauf ist der UV-Index zwischen 11 und 15 Uhr am höchsten.

Reflektierende Oberflächen wie Sand, Wasser und Schnee können den UV-Index lokal deutlich verstärken, daher sollte man in entsprechenden Situationen, wie z. B. beim Strand- oder Skiurlaub, besonders vorsichtig sein.

Einfluss von Bewölkung und Schatten?

Viele Menschen vernachlässigen den Sonnenschutz bei Bewölkung oder im Schatten. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, da die UV-Intensität noch immer hoch sein kann. So ist man beispielsweise im Schatte aufgrund der Reflexion von Umgebungsstrahlung noch bis zu 50 % der UV-Strahlung ausgesetzt.

Eine leichte Bewölkung verringert den UV-Index ebenso kaum. Es kann hier sogar durch zusätzliche Streustrahlung zu einer Erhöhung des UV-Index kommen. Eine dichte Wolkendecke kann hingegen bis zu 90 % der UV-Strahlung abhalten (5).

Sonnenschutzkleidung

Der beste Schutz vor UV-Strahlung ist mit Bekleidung zu erreichen. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille schützen die empfindlichen Regionen von Kopfhaut und Augen.  

Einfache, dünnere Kleidung wie z. B. ein langärmeliges T-Shirt entspricht etwa einem Schutzfaktor von 20. Festere Kleidung hat einen entsprechend höheren Schutzfaktor von 50 und mehr. Im Gegensatz zur Sonnencreme tritt der Schutz durch Kleidung sofort ein, er ist gleichmäßig und er bleibt unverändert bestehen (3).  

Für einen besonders guten Schutz gibt es auch spezielle UV-Schutzkleidung, die aus dicht gewebten Stoffen besteht. Insbesondere für Kinder, die empfindlicher als Erwachsene gegenüber UV-Strahlung sind, ist UV-Schutzkleidung im Sommer eine gute Wahl.

Sonnencreme

Neben den bisher genannten Maßnahmen ist auch die Anwendung von Sonnencreme ein zentraler Bestandteil des Sonnenschutzes der Haut. Im Folgenden erklären wir, wie man die Schutzwirkung verschiedener Produkte vergleichen kann und was man bei der Anwendung von Sonnencreme beachten sollte. 

Um eine gute Schutzwirkung zu haben, ist es wichtig, dass die verwendete Sonnencreme gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt. Oft wird jedoch nur auf den Lichtschutzfaktor geachtet. Diese Angabe reicht allerdings nicht, um den UV-Schutz zu beurteilen.

Was versteht man unter dem Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut eine Sonnencreme die Haut vor UVB-Strahlen schützt. Über den UVA-Schutz sagt der Lichtschutzfaktor nichts aus. Der angegebene Wert zeigt an, wie viel länger man sich mit dem Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verglichen mit der ungeschützten Haut. 

Beispielsweise bedeutet ein Lichtschutzfaktor von 30, dass man theoretisch 30-mal länger in der Sonne bleiben kann, bevor ein Sonnenbrand auftritt. Allerdings sollte man beachten, dass der tatsächliche Schutz von mehreren Faktoren abhängt, wie der Intensität der Sonneneinstrahlung, dem Hauttyp und der Menge der aufgetragenen Sonnencreme.

Wichtig zu beachten ist außerdem, dass der Lichtschutzfaktor nur einmal am Tag gilt. Damit ist gemeint, dass durch mehrfaches Nachcremen der Schutz nicht verlängert wird. Hat man z. B. einen Eigenschutz von 10 min und trägt ein Präparat mit LSF 20 auf, dann kann man an diesem Tag 200 min in der Sonne bleiben, unabhängig davon, ob man sich nochmals eincremt.

Wie wird der Schutz gegenüber UVA-Strahlen angegeben?

Laut den EU-Vorschriften soll der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen. Dies wird durch das "UVA-Siegel" auf der Verpackung angezeigt, das aus einem Kreis besteht, in dem die Buchstaben "UVA" stehen.

Eine andere Klassifikation ist das PA-System (Protection Grade of UVA), das in Japan entwickelt wurde. Das PA-System verwendet ein Pluszeichen, um den Schutzgrad zu kennzeichnen. Die Angabe reicht von PA+ für einen grundlegenden Schutz vor UVA-Strahlen bis hin zu PA++++ für einen sehr hohen Schutz.

Wie oft sollte man Nachcremen?

Durch Schwitzen, Wasserkontakt, Schmutz oder ein Reiben im Gesicht kann die Sonnencreme entfernt werden. Entsprechend sollte man in solchen Fällen mehrfach nachcremen, um den bestehenden Schutz aufrecht zu erhalten.

Ist „wasserfeste Sonnencreme“ wirklich wasserfest?

Als „wasserfest“ gelten Cremes, die nach dem Abspülen noch mindestens 50 % des deklarierten Schutzes bieten. Auch wasserfeste Sonnencremes müssen also unbedingt nach dem Baden wieder aufgetragen werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. 

Wie viel Sonnencreme sollte man auftragen?

An der Sonnencreme sollte man nicht sparen. Für den gesamten Körper wird eine Menge von mindestens 30 ml oder 3 bis 4 Esslöffeln empfohlen. Nur durch Auftragen einer ausreichenden Produktmenge ist der angegebene Schutz gewährleistet.

Früherkennung von Hautkrebs

In Deutschland wird empfohlen, ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening durchführen zu lassen. Dieses Screening wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und umfasst eine gründliche Untersuchung der gesamten Haut durch einen Dermatologen. Das Screening kann auch schon in jüngeren Jahren sinnvoll sein. Dies wird allerdings nicht von allen Kassen übernommen.

Menschen mit einem höheren Hautkrebsrisiko, beispielsweise aufgrund von familiärer Vorbelastung, häufiger Sonnenexposition oder einer großen Anzahl von Leberflecken, sollten häufiger untersucht werden und sollten dies individuell mit ihrem Arzt besprechen.

Braucht man im Innenraum UV-Schutz?

Im Allgemeinen ist der UV-Schutz in Innenräumen deutlich weniger erforderlich als im Freien, da Fensterglas den größten Teil der UVB-Strahlung blockiert. Allerdings können UVA-Strahlen durch gewöhnliches Fensterglas dringen und auf die Haut einwirken.  

In bestimmten Situationen kann es daher sinnvoll sein, UV-Schutzmaßnahmen auch in Innenräumen zu ergreifen. Zu diesen Situationen zählen z. B. längere Autofahrten, oder der längere Aufenthalt in der Nähe größerer Fenster, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung. Weiterhin ist es sinnvoll Sonnenschutz aufzutragen, wenn Sie in einem lichtdurchfluteten Büro arbeiten.

Fazit – Wirksamer Sonnenschutz hat viele Seiten

Der Schutz der Haut vor UV-Strahlung ist wichtig und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn Sonnenschäden können sich summieren und treten oft erst viele Jahre später in Erscheinung. Ein wirksamer Sonnenschutz geht weit über das bloße Auftragen von Sonnencreme hinaus und umfasst Maßnahmen wie das Meiden intensiver Sonnenstrahlung, das Tragen schützender Kleidung und das regelmäßige Hautkrebsscreening.

Quellen

  1. Zahl der stationären Hautkrebsbehandlungen binnen 20 Jahren um 75 % gestiegen. Statistisches Bundesamt [Internet]. [aufgerufen am: 28.06.2024].
  2. Verdoppelung der Hautkrebsfälle bis 2030 erwartet. Universitätsklinikum Leipzig [Internet]. [aufgerufen am: 28.06.2024].
  3. Gesundheitsleitlinie: Prävention von Haukrebs. Leitlinienprogramm Onkologie [Internet]. Stand Februar 2022 [aufgerufen am: 28.06.2024].
  4. Die verschiedenen Hauttypen. Bundesamt für Strahlenschutz [Internet]. [aufgerufen am: 28.06.2024].
  5. Faktoren der UV-Belastung. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie [Internet]. [aufgerufen am: 28.06.2024].

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