Wie Mikroplastik der Gesundheit schadet

Mikroplastik ist heute praktisch überall nachweisbar: im Wasser, in Lebensmitteln, in der Luft und sogar im menschlichen Körper. Die winzigen Kunststoffpartikel sind dabei nicht einfach nur passiv vorhanden, sondern können biologische Prozesse auf vielfältige Weise stören.

Was ist Mikroplastik? 

Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als 5 mm bezeichnet. Bei besonders kleinen Partikeln mit einem Durchmesser von unter 1 µm spricht man auch von Nanoplastik. Mikro- und Nanoplastikpartikel entstehen entweder durch den Zerfall größerer Plastikabfälle oder werden gezielt in Produkten eingesetzt, etwa in Kosmetika, in Weichspülern oder in der Landwirtschaft als Beschichtung von Düngemitteln und Saatgut.  

Die Partikel belasten Umwelt und Organismen, da sie natürlicherweise nicht abbaubar sind. Aus diesem Grund kommt es zu einer zunehmenden Anreicherung überall in der Umwelt und auch in Lebewesen. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde Mikroplastik sogar im menschlichen Gehirn nachgewiesen (1). 

Wie gelangt Mikroplastik in den Körper? 

Im Alltag nehmen wir Mikroplastik vor allem über die Ernährung und die Luft auf. Aber auch der Hautkontakt kann eine Rolle spielen (2). 

Aufnahme über die Ernährung 

Unsere Nahrung gilt als wichtigste Expositionsquelle für die winzigen Kunststoffpartikel. Besonders stark kontaminiert sind dabei Meeresfrüchte wie Muscheln, die als Filterorganismen von großen Wassermengen durchströmt werden und dabei Mikroplastik und viele weitere Schadstoffe anreichern. Auch Fische und andere Meerestiere können stark belastet sein. Die Belastung nimmt oftmals zu, je höher die Tiere in der Nahrungskette stehen. So sind beispielsweise große Raubfische wie Schwert- oder Thunfische stärker belastet als kleinere Fischarten wie Sardinen. 

Speisesalz stellt eine weitere relevante Quelle dar, da es häufig aus Meerwasser gewonnen wird. Während des Trocknungsprozesses können die im Wasser enthaltenen Partikel im Salz zurückbleiben. An Stelle von Meersalz sollte man somit besser Steinsalz verwenden. 

Weitere wichtige Quellen für Mikroplastik sind Wasser aus Plastikflaschen und Leitungswasser. Insbesondere durch die Lagerung von Plastikflaschen in der Sonne kann sich der Gehalt an Mikroplastik enorm erhöhen. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei der Verwendung von Teebeuteln mit Kunststoffanteil. Hierzu zählen auch die trendigen Pyramidenteebeutel. Solche Beutel setzen beim Aufbrühen Milliarden an Nano- und Mikroplastikpartikeln frei. 

Die bisher genannten Expositionsquellen kann man durch bewusste Kaufentscheidungen relativ gut im Alltag vermeiden. Anders sieht es leider bei anderen Nahrungsmitteln aus. Denn auch pflanzliche Lebensmittel und weitere tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch sind belastet. Pflanzen nehmen die Partikel aus dem Boden auf und Tiere über ihr Futter.  

Somit erhalten wir alle tagtäglich unsere Dosis an Mikroplastik. Entsprechend wichtig ist es, wann immer möglich die Aufnahme zu reduzieren und den Körper bei der Bewältigung der Schadwirkungen der Partikel zu unterstützen. Mehr dazu erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Beitrags. 

Aufnahme durch Einatmung 

Mikroplastikpartikel sind sowohl in der Luft in Innenräumen als auch im Freien nachweisbar. In Innenräumen stammen die Partikel vor allem aus synthetischen Textilien, Teppichen und Haushaltsstaub. In der Außenluft ist der Reifenabrieb von Fahrzeugen mit schätzungsweise 84 % der gesamten Luftkontamination die wichtigste Quelle. Hinzu kommen Baumaterialien und weitere Kunststoffe in der Umwelt (2). 

Untersuchungen menschlicher Lungen haben bereits Mikroplastikpartikel mit einer Größe von unter 5,5 µm nachgewiesen, was die Inhalation als klinisch relevanten Expositionsweg bestätigt. Partikel bis etwa 10 µm gelten bereits als lungengängig. Solche Partikel gelangen bis in die Alveolen (Lungenbläschen) und können dort Entzündungsreaktionen auslösen sowie bei Zerfall zu Nanoplastik auch potenziell in den Blutkreislauf gelangen. 

Aufnahme über die Haut 

Als weitere mögliche Aufnahme wird der Kontakt über die Haut diskutiert. Mikroplastik kann beispielsweise über kosmetische Produkte wie Make-Up oder Peeling-Granulate, über synthetische Kleidung oder auch über das Leitungswasser oder andere kontaminiere Wasserquellen mit der Haut in Kontakt kommen. 

In welchem Ausmaß die dermale Aufnahme eine Rolle spielt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt und Gegenstand laufender Forschung. Es geht dabei nicht nur um die Aufnahme besonders kleiner Partikel z. B. über die Talg- und Schweißdrüsen bis tief in die Haut und ggf. ins Blut, sondern auch um die Beeinflussung des Hautmikrobioms. 

Schadwirkungen durch Mikroplastik 

Mikroplastik hat vielfältige schädliche Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. Da die Aufnahme von Mikroplastik über die Nahrung besonders relevant ist, stehen die Effekte auf die Gesundheit von Darm und Mikrobiom besonders im Fokus und viele aktuelle Forschungsarbeiten befassen sich mit diesem Thema. 

Wie Mikroplastik den Darm beeinflusst 

Nach der Aufnahme können sich die Partikel im Magen-Darm-Trakt akkumulieren und dort aufgrund ihrer hohen Resistenz gegenüber Verdauungsprozessen über einen längeren Zeitraum verbleiben. Dadurch entfalten sie sowohl lokal als auch im gesamten Organismus vielfältige schädliche Effekte. 

1) Störung des Mikrobioms 

Studien zeigen, dass Mikroplastik das Gleichgewicht der Darmflora verändern kann. Nützliche Bakterien nehmen ab, während potenziell ungünstige Keime zunehmen. Gleichzeitig sinkt die bakterielle Vielfalt – ein wichtiger Faktor für ein stabiles, widerstandsfähiges Mikrobiom (2). 

Eine wichtige Folge der Abnahme nützlicher Bakterien ist die reduzierte Bildung an bestimmten bakteriellen Stoffwechselprodukten wie kurzkettigen Fettsäuren (z. B. Butyrat, Propionat), die die Darmschleimhaut schützen und auf den gesamten Organismus entzündungsregulierend wirken und viele weitere wichtige Funktionen erfüllen.  

Um solchen Schadeffekten entgegenzuwirken, spielt die langfristige, gezielte Unterstützung der Darmgesundheit eine wichtige Rolle. Hierzu eignen sich einerseits Präbiotika (lösliche Ballaststoffe) zur Förderung des Wachstums nützlicher Bakterienarten und andererseits Probiotika, also nützliche Darmbakterien, die ein gesundes mikrobielles Gleichgewicht unterstützen. Ein bewährtes Kombi-Präparat für diesen Zweck ist ProBio 14. Das Präparat enthält wertvolle Präbiotika wie Inulin und Fructooligosaccharide sowie 14 ausgewählte probiotische Bakterienstämme. 

2) Schwächung der Darmbarriere 

Mikroplastik kann die Darmbarriere über zwei zentrale Mechanismen beeinträchtigen. Zum einen wirken die Partikel physikalisch, indem sie Mikroabrasionen an der Darmschleimhaut verursachen und so die Barrierefunktion stören. Zum anderen führt die Reduktion nützlicher Bakterienarten dazu, dass schützende mikrobielle Stoffwechselprodukte fehlen. 

Eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmbarriere hat weitreichende Folgen. Schadstoffe aus dem Darm, wie beispielsweise Lipopolysaccharide (LPS), aber auch Bakterien und andere Krankheitserreger können vermehrt in den Körper eindringen und dort chronische, niedriggradige Entzündungsprozesse („silent inflammation“) auslösen. Der Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen und zahlreichen Erkrankungen ist gut belegt. 

Darüber hinaus können unzureichend verdaute Nahrungsbestandteile die Darmbarriere passieren. Dies kann zu einer übermäßigen Aktivierung des Immunsystems, zu Immunreaktionen gegen Nahrungsmittelbestandteile und letztlich zu einer Störung der oralen Toleranz führen. Auf diese Weise können Allergien und Nahrungsmittelsensitivitäten entstehen. Des Weiteren ist auch die Entstehung von Autoimmunerkrankungen begünstigt. 

Als Präparat zur gezielten Unterstützung der Darmschleimhaut empfehlen wir den Darm-Hirn-Komplex, der unter anderem L-Glutamin und Cholin enthält. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für die Integrität der Darmschleimhaut. Auch eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren als wichtige Bausteine der Zellmembranen spielt eine wichtige Rolle. Hierzu eignet sich das Präparat DHA plus EPA

3) Mikroplastik als „Transportmittel“ für Schadstoffe 

Neben den bisher genannten Schadeffekten ist als besonders kritischer Aspekt zu sehen, dass Mikroplastik als idealer Träger für weitere Umweltgifte fungiert. An den Partikeln können sich unter anderem anlagern: 

  • Schwermetalle  
  • Pestizide  
  • hormonaktive Substanzen wie Bisphenole oder Phthalate  

Diese Stoffe können im Körper freigesetzt werden und dort oxidativen Stress und Entzündungsprozesse fördern, das Hormonsystem und die körpereigene Entgiftung stören und viele weitere Schadwirkungen entfalten. 

Um die Aufnahme solcher Schadstoffe in den Organismus zu reduzieren, eignen sich hochwertige Bindemittel wie das Allvital-Präparat BioHumin, das wertvolle Humin- und Fulvosäuren enthält, die sowohl organische Schadstoffe als auch Schwermetalle binden können. Daneben ist auch eine ballaststoffreiche Ernährung eine wichtige Maßnahme, um die Bindung und Ausscheidung von Mikroplastik und weiteren Schadstoffen im Darm zu fördern. 

Schadwirkungen im gesamten Organismus 

Die vorgestellten Schadwirkungen auf den Darm haben weitrechende Konsequenzen für den gesamten Körper. Durch die Kombination aus gestörter Darmbarriere, Dysbiose und der Belastung mit weiteren Schadstoffen kann ein Zustand einer chronischen Entzündung entstehen. Dies erhöht das Risiko bzw. wird als zentraler ursächlicher Faktor bei der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen gesehen. Wichtige Beispiele sind: 

  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ II 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • Neurodegenerative Erkrankungen 
  • Leber- und Nierenerkrankungen 
  • Allergien und Autoimmunerkrankungen 
  • Psychische Erkrankungen 

Im Rahmen von chronischen Entzündungen kommt es auch zu einer erhöhten Belastung des Körpers mit oxidativem Stress. Hierbei entstehen sogenannte freie Radikale, die körpereigene Strukturen angreifen und schädigen können. Zur Unterstützung des Körpers sollte daher auf eine ausreichende Zufuhr von Antioxidantien geachtet werden. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer Ernährung mit reichlich Gemüse, Kräutern und Beeren. Zusätzlich können Präparate wie Curcumin Plus, die ausgewählte Pflanzenextrakte kombinieren und die Ernährung ergänzen, den Körper unterstützen. 

Fazit: Mikroplastik im Alltag vermeiden und Körper gezielt unterstützen 

Mikroplastik ist ein massives Umweltproblem und stellt ein Gesundheitsrisiko dar, über dessen langfristige Auswirkungen bisher nur wenig bekannt ist. Die wichtigste Strategie ist daher eine Reduktion der Aufnahme über die Nahrung, das Trinkwasser, die Luft und die Haut. 

Dies gelingt beispielsweise durch die Vermeidung besonders belasteter Nahrungsmittel, durch die Vermeidung von Plastik im Kontakt mit Trinkwasser und Nahrung, durch die Wahl von Naturstoffen bei Kleidung und im Haushalt sowie durch die Wahl gesunder Kosmetikprodukte. 

Darüber hinaus sind eine ausreichende Flüssigkeits- und Ballaststoffzufuhr wichtige Strategien, um die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Bestimmte Vitalstoffe können den Körper zusätzlich dabei unterstützen, die verschiedenen Schadwirkungen zu kompensieren. 

Quellen 

  1. Nihart AJ, Garcia MA, El Hayek E, et al. Bioaccumulation of microplastics in decedent human brains. Nat Med. 2025;31(4):1114-1119.  
  2. Bora SS, Gogoi R, Sharma MR, et al. Microplastics and human health: unveiling the gut microbiome disruption and chronic disease risks. Front Cell Infect Microbiol. 2024;14:1492759. Published 2024 Nov 25. 

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